Symposium 25.-27. Oktober 2007
Universität der Künste Berlin, Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin
Kulturtechnik Entwerfen II – Zwischen 1960 und 1970
Immer wieder hat es in der Geschichte der Architektur das Bemühen gegeben, den Entwurfsprozess zu rationalisieren und als einen automatischen Vorgang zu rekonstruieren. Einen neuen Impuls erhielt dieses Interesse in den 1960er-Jahren. Architekten und Architektengruppen postulierten nun eine übergreifende Beschreibbarkeit abstrahierter Strukturen. Rechner standen für den architektonischen Entwurf zwar noch nicht zur Verfügung, jedoch war bereits absehbar, dass die neuen Medien künftig auch hier eine Rolle spielen würden. Das Symposium schließt an eine Veranstaltung an, die unter dem Titel „Kulturtechnik Entwerfen“ von den Organisatoren im Sommer 2006 in Graz veranstaltet wurde. Wie die erste folgt auch diese Veranstaltung der Fragestellung, inwiefern das architektonische Entwerfen als eine eigene Kulturtechnik aufzufassen ist, die zur Konzeption imaginärer Welten führt und somit die Basis jeglicher Zukunftsgestaltung bildet.
Konzeption: Susanne Hauser (UdK Berlin) und Daniel Gethmann (TU Graz)
Programm:
Donnerstag, 25. Oktober 2007, Raum 310
Teil I Utopien
18:00-18:30 Begrüßung
18:30-20.30
Eilfried Huth (Berlin, Graz)
Architektonisches Entwurfsdenken und das Utopische in den 60ern
Frank Werner (Wuppertal)
Halbwertzeiten: Utopien von gestern als Stadtstrukturen von morgen?
20:30 Empfang
Freitag, 26. Oktober 2007, Raum 110
Teil II Strukturen und Maschinen
10:00-10:30
Susanne Hauser (Berlin) und Daniel Gethmann (Graz)
Einführung
10:30-11:30
Christian Kühn (Wien)
Erste Schritte zu einer Theorie des Ganzen: Christopher Alexander und
die Notes on the Synthesis of Form
11:30-12:00 Pause
12:00-13:00
Jesko Fezer (Berlin)
The Design Method Movement: Design Research Society, Design Method Group
1966
13:00-15:00 Pause
15:00-17:00
Gernot Weckherlin (Berlin)
Architekturmaschinen und formalisiertes Entwerfen. Entwurfspraktiken und
-themen zwischen 1960 und 1970
Claus Pias (Wien)
Der kreative Imperativ
17:00-17:30 Pause
17:30-18:30
Joachim Krausse (Berlin, Dessau)
Unsichtbare Architektur. Buckminster Fuller, Knud Lönberg-Holm und die
Structural Study Association
Samstag, 27. Oktober 2007, Raum 110
Teil III Ästhetik und Programmatik
10:00-12:00
Ingeborg M. Rocker (Cambridge/Mass.)
Berechneter Zufall. Max Benses Informationsästhetik
Claus Dreyer (Detmold)
Semiotik und Ästhetik in der Architekturtheorie der sechziger Jahre
12:00-12:30 Pause
12:30-13:30
Bruno Reichlin (Mendrisio)
Entwurfsstrategien von der Moderne bis zur Hochschule für Gestaltung in
Ulm
VISDPR:
Univ.-Prof. Dr. Susanne Hauser
Tel. (030) 3185-2250 / 3185-2783
E-Mail hauser@udk-berlin.de